Definition Was ist eine Cyberversicherung?

Von Christian Schreiber 2 min Lesedauer

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Die Zahl von Cyberangriffen nimmt zu. Gleichzeitig werden die Attacken immer raffinierter und sind oft nur von besonders geschultem Personal zu erkennen. Mit einer Cyberversicherung lässt sich das Risiko der Folgen von Hackerangriffen senken.

Cyberversicherungen stellen für Unternehmen ein wichtiges Schutzschild gegen die finanziellen und rechtlichen Folgen von Cyberangriffen und Datenverletzungen in der digitalen Welt dar.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Cyberversicherungen stellen für Unternehmen ein wichtiges Schutzschild gegen die finanziellen und rechtlichen Folgen von Cyberangriffen und Datenverletzungen in der digitalen Welt dar.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Betroffen von Cyberangriffen sind Unternehmen jeder Größenordnung – vom kleinen Handwerksbetrieb über mittelständische Gewerbetreibende bis hin zu Großkonzernen. Entsprechenden Erhebungen zufolge wurden allein im Jahr 2023 in Deutschland insgesamt fast 135.000 Cyberangriffe registriert. Etliche davon dürften zu einer massiven Störung des Geschäftsbetriebs und in vielen Fällen auch zum Verlust von Daten geführt haben. Um hier Schadensbegrenzung zu betreiben und eine aus dem Angriff resultierende mögliche finanzielle Haftung bewältigen zu können, ist eine Cyberversicherung sinnvoll.

Schutz vor den brisanten Folgen eines Cyberangriffs

Cyberversicherungen helfen Unternehmen dabei, finanzielle Risiken nach einem Hackerangriff abzuwehren. Attacken auf Unternehmen zielen zum einen darauf ab, Computersysteme zu beschädigen, zu stören oder zu überlasten. Zum anderen sollen Datenbanken gesperrt und erst nach der Zahlung eines Lösegeldbetrags wieder freigegeben werden. Die sensiblen Daten können von den Angreifern außerdem im Handumdrehen gelöscht werden, oftmals noch bevor der Angriff überhaupt bemerkt worden ist. Vor allem für größere Dienstleistungsunternehmen, für Versicherungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und produzierenden Betriebe kann es in derartigen Fällen ebenso brisant werden wie für den öffentlichen Sektor. Durch den Abschluss einer Cyberversicherung sind Unternehmen hier immerhin vor den finanziellen Folgen geschützt.

Auch interne Vorfälle lassen sich versichern

Je nach vereinbartem Vertragsumfang deckt eine Cyberversicherung neben den Folgen externer Angriffe zum Teil auch unbeabsichtigte Vorfälle im Datenumfeld eines Unternehmens ab. Hierzu gehören zum Beispiel die aus einer fehlerhaft installierten Software resultierenden Regressansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern sowie Schadenersatzforderungen nach einem Systemausfall. In diesen und anderen, im Zusammenhang mit Cyberkriminalität oder einem unsachgemäßen Umgang mit IT-Technik stehenden Fällen, kann das betroffene Unternehmen durch die Cyberversicherung Hilfe bei der Ursachenforschung, der Wiederherstellung der betroffenen Systeme und beim Ausgleich etwaiger Betriebsunterbrechungen erhalten.

Wesentliche Elemente einer Cyberversicherung

Zu den wesentlichen Elementen einer Cyberversicherung gehören:

  • Hilfe bei Erpressungen z. B. im Zusammenhang mit einem Ransomware-Angriff
  • Abwendung von Schadenersatzansprüchen nach Diebstahl und Verlust von Kundendaten
  • Umgang mit Netzwerksicherheitsverletzungen durch Mitarbeiter
  • Erstattung der entstandenen Kosten durch Betriebsunterbrechungen nach einem Cybervorfall
  • Schadenersatz bei Reputationsbeeinträchtigungen (das öffentliche Ansehen eines Unternehmens wurde durch die Cyberattacke beeinträchtigt)

Schnelle Hilfe durch eine Cyberversicherung

Eine Cyberversicherung bietet Schutz vor den Folgen externer Angriffe und interner IT-Sicherheitsvorfälle im Datenumfeld eines Unternehmens. Der Versicherer übernimmt dabei oft nicht nur die Abwicklung des Schadens, sondern verfügt auch über Experten aus verschiedenen Fachrichtungen, die Betroffenen gezielt helfen können. Zudem existiert häufig eine Notrufnummer, unter der – unabhängig von der Tageszeit oder möglichen Sonn- und Feiertagen – nach einem Schadenereignis schnelle Hilfe angeboten wird.

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